Sheenas Schreibtagebuch

 

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Den Beobachter beobachten

Heute spielte sich am Bahnhof folgende Szene ab: Eine junge Frau schaut sich die Frisur ihrer Freundin an und streicht ihr dabei versonnen mehrmals durchs Haar. Beide Frauen (beide Asiatinnen) sind sehr hübsch. Ich stehe links der beiden Frauen. Rechts von ihnen steht ein dicker, schwitzender, bebrillter ca. 50-jähriger Mann in S-Bahn-Uniform. Er schaut den beiden Frauen zu und ist so auf die beiden konzentriert, dass er gar nicht bemerkt, dass ich ihn beim Beobachten beobachte. Die Szene ist wirklich hübsch anzusehen. Die nächste Stufe der Beobachtung: Ich beobachte mich dabei, wie ich den Beobachter beobachte und ihm aufgrund kruder äußerer Anhaltspunkte unterstelle, dass er die Ästhetik des Moments nicht zu schätzen weiß und eher so denkt: boah, geil, zwei asiatische Lesben. Wäre ich überreflektiert, würde ich mich daraufhin fragen, was das über mich aussagt, dass ich ihm das unterstelle, aber zum Glück bin ich ja eher nicht so kompliziert gestrickt ...
27.8.08 14:59
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


mmmatze / Website (28.8.08 09:05)
ich versteh jetzt nicht, was man gegen asiatische lesbinnen haben kann ...


sheena (28.8.08 11:42)
Ja, nix. Es geht nur darum, was man jemandem aufgrund seines Äußeren unterstellt.

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