Sheenas Schreibtagebuch

 

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Die Rezension

Wer bin ich, dass ich es mir herausnehmen soll, über das zu urteilen, was andere geschrieben haben? Selbst fühle ich mich im wissenschaftlichen Betrieb immer noch als Anfängerin, was das Publizieren angeht. Trotzdem kommt natürlich jetzt das auf mich zu, worum niemand so richtig herumkommt: die Buchbesprechung. Da hat sich einer Jahre lang hingesetzt und all das durchgemacht, was ich grade auch durchmache. Vielleicht hat er sich nachts seine Zähne kaputt geknirscht, vielleicht ist er Alkoholiker geworden, vielleicht hat ihn seine Frau verlassen. Immerhin konnte ich durch Internet-Recherchen herausfinden, dass er das Ganze überlebt hat und offensichtlich auch beruflich sehr erfolgreich ist. Jedenfalls kommt jetzt ausgerechnet mir die Aufgabe zu, dieses sicherlich nicht mit Tinte, sondern mit Herzblut verfasste Buch vorstellen und bewerten zu sollen. Und was mache ich draus? Genau das, was mir in meiner Zeit als Redaktionschefin einer Besprechungszeitschrift so die Freude am Job genommen hat. Ich schreibe einen ganz braven Text, der sich nach allen Seiten absichert und in Erfurcht vor dem Fleiß des Autors erstarrt. Jämmerlich!
16.10.07 15:55
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Alex (22.11.07 13:31)
Musst du das denn? Gibts bei nem ordentlichen Verriss etwa einen satz heiße ohren?


(26.11.07 14:05)
Das Buch ist eh so gut, dass ein Verriss gar nicht in Frage kam. Trotzdem: Ein bisschen mehr Mut hätte der Besprechung gut getan. Aber es war doch das erste Mal! Da will man zwar schon alles richtig machen, ist aber noch ziemlich unbeholfen. Die nächste wird besser. Versprochen!


(26.11.07 16:04)
ich hab sie ja noch nicht einmal gelesen ....


Stefan / Website (17.12.07 23:19)
wo findet sich die rezension? ich hab da meine hemmungen, wenn es um bücher von befreundeten autoren geht. und da ist da dieser zwiespalt .. einerseits will man den menschen, den man schätzen gelernt hat, nicht verletzen, und ihm sein buch nicht madig machen, andererseits pocht man auf seine ehrlichkeit und man will ja seine glaubwürdigkeit nicht verlieren. am besten in dem fall: schweigen.-)


Spacecadet (6.2.08 14:36)
Bei mehr als einem Rezensneten gibt es oft das Good-Cop-Bad-Cop-Spiel, und in dem Fall bist Du halt die gute. Principle of Charity und so. Hat doch auch was.

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